DWZ-Cup 2019 – Runde 3

Liebe Schachfreunde,

die Spiele der 3. Runde des DWZ-Cups 2019 waren auch diesmal wieder hart umkämpft. Viele Partien wurden erst in den spannend und dramatisch verlaufenden Zeitnotphasen entschieden.  

Bastin Reinschmidt konnte gegen unseren allseits innovativen Webmaster Andreas Marschall bereits in der Eröffnung einen gesunden Mehrbauern verbuchen, und diesen Vorteil sukzessive zum Sieg ausbauen. Ich denke, dass hier beide Kontrahenten insgesamt mit dem Turnierergebnis sehr zufrieden sein werden.

Nur kurze Zeit später konnte Artur Gerte in einer konsequent zu Ende gespielten Angriffspartie gegen Ingo Sowade seine blütenweiße Weste behalten. Neben dem Turniersieg in Gruppe B wird er in der nächsten DWZ-Liste damit nach längerer Zeit die 1500er-Marke wieder deutlich überschreiten!  

Nachdem Zheheng Ding zuletzt sowohl im DWZ-Cup als auch im Viererpokal zwei Mal in höchster Zeitnot fehl griff und dadurch bedingt jeweils die Partie verlor, konnte er diesmal im Gegenzug von der Zeitüberschreitung Malte Mauelshagens profitieren. Zuvor hatte Zheheng sich vermutlich eine Gewinnstellung mit Qualitätsvorteil erarbeitet. Maltes durchaus vorhandenes Gegenspiel hatte sich in der Endstellung aber als sehr chancenreich erwiesen.

Ein schwer einzuschätzendes, wenngleich vorteilhaftes Turmendspiel mit mehreren Bauern konnte Brigitte Rieser zu fortgeschrittener Stunde schließlich nach Damenumwandlung verdient in einen Sieg gegen Alfons Kuhnert umwandeln. Das war sicher nicht einfach zu spielen, zumal Alfons meist die besten Verteidigungszüge fand.

Selbst bei der 2. Zeitkontrolle, in der beide Seiten mit wenig Zeit ausgestattet waren, kam es in der Partie zwischen Sven Spickermann und David Atkins zu einem Endspiel mit jeweils einem Turm und Springer, dazu fünf gegen drei  Bauern zugunsten von Sven auf dem Königsflügel gegen einen weit entfernten Freibauern Davids. Dies veranlasste David  –  vermutlich folgerichtig  – zu einem Turmtausch, so dass Svens König sich auf dem langen Marsch zum Damenflügel von einigen landwirtschaftlichen Helfern auf der Gegenseite verabschieden sollte. Der gut angelegte Plan hätte ihm auch vermutlich zumindest die Punkteteilung gesichert. Ein in Zeitnot etwas zu schnell ausgeführter Springerzug verlangsamte aber seinen Bauernraub entscheidend. Eine kleine Chance tat sich für Sven auf, die er sich natürlich nicht entgehen ließ.

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